Pilotprojekt "Flexiblen Schulbeginn"
Ab dem Schuljahr 2026/27 starten wir an der Sekundarschule Waldenburgertal dieses Pilotprojekt. Mit dem flexiblen Schulbeginn möchten wir den Schulalltag unserer Jugendlichen ausgeglichener und lernfreundlicher gestalten.
Der Unterricht beginnt derzeit um 7:20 Uhr – eine Zeit, die viele als sehr früh empfinden. Rückmeldungen von Eltern und Schülerinnen und Schülern sowie wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass sich der Schlafrhythmus von Jugendlichen in der Pubertät verschiebt. Jugendliche werden später müde und brauchen morgens mehr Schlaf, um konzentriert und motiviert lernen zu können.
Von einem späteren Schulstart erhoffen wir uns viele Vorteile: mehr Energie, bessere Konzentration und ein angenehmeres Lernklima. Wer entspannt in den Tag startet, kann seine Fähigkeiten besser entfalten.
Da nicht alle Schülerinnen und Schüler einen späteren Beginn bevorzugen, bieten wir an vier Tagen pro Woche die Möglichkeit, die erste Lektion individuell zu wählen. Die Jugendlichen entscheiden selbst, ob sie ihren Schultag um 7:20 Uhr oder erst um 8:10 Uhr beginnen möchten.
Wer später startet, für den endet an diesen Vormittagen der Unterricht um 12.30 – die Mittagspause ist somit verkürzt. Am Nachmittag startet der Unterricht wie heute um 13.35 Uhr. In der ersten Lektion (7:20–8:10 Uhr) sowie in der letzten Vormittagslektion (11:45–12:30 Uhr) arbeiten die Schülerinnen und Schüler selbstständig an vorbereiteten Aufgaben und werden dabei von Lehrpersonen professionell begleitet und unterstützt.
Mit dem Projekt „Flexibler Schulbeginn“ setzen wir ein Zeichen für die Zukunft unserer Schule – im Sinne der Kinder und ihrer Bedürfnisse nach einem Schulstart, der den natürlichen Rhythmus berücksichtigt. Das Pilotprojekt fördert wacheres, konzentrierteres sowie selbstständigeres Lernen und legt den Fokus auf eine unterstützende Lernumgebung, mehr Eigenverantwortung und gesteigertes Wohlbefinden.
Und so funktioniert der flexible Schulbeginn
Weiteres Vorgehen:
20. bis 30. April 2026 findet eine zweiwöchige Testphase statt. In dieser Zeit bearbeiten die Schülerinnen und Schüler vier Lektionen pro Woche im Selbstorganisierten Lernen (SOL) innerhalb ihres regulären Stundenplans. Die Klassenteams bestimmen, wann diese Lektionen stattfinden. Ziel der Testphase ist es, dass die Schülerinnen und Schüler den Umgang mit Lernaufträgen üben, ihren Lernstand einschätzen und ihren individuellen Lernbedarf erkennen. Gleichzeitig sammeln die Lehrpersonen wertvolle Erfahrungen, um den Start im Sommer optimal zu gestalten. Im Anschluss wird die Testphase evaluiert, um daraus Erkenntnisse und mögliche Anpassungen abzuleiten.
Bis dahin werden die Schülerinnen und Schüler in das SOL eingeführt, und die Klassenteams bereiten die dafür notwendigen Kompetenzen, Materialien und Methoden vor. Mit diesem schrittweisen Vorgehen wird sichergestellt, dass alle Beteiligten gut vorbereitet in den Flexiblen Schulbeginn starten.